Das Folkloreensemble entstand im Jahre 1946 als eine Folkloregruppe bei dem Papier verarbeitenden Betrieb Severoslovenské celulózky a papierne (SCP) in Ružomberok. Die aus dem näher liegenden Dorf Liptovské Sliače Arbeitnehmerinnen traten mit ihren Liedern und Kreistänzen auf verschiedenen Festen auf - manchmal auch mit ihren Freunden wie z. B. mit dem gegenwärtigen Folkloristen PhDr. Kliment Ondrejka CSc. oder mit dem langjährigen Chefchoreographen von SĽUK (Slowakische Volks- und Kunstgemeinschaft) Juraj Kubánka – damals beide die Gymnasialschüler in Ružomberok.

An diese Aktivitäten knüpfte Der Musik- und Gesangsverein bei dem Betrieb Supra in Ružomberok an, der seit dem Jahre 1948 wirkte. Offiziell wurde er 20. 2. 1949 gegründet. Schon in diesem Jahre bekamen die Vereinsmitglieder als Belohnung für gute Leistung und Ergebnisse in Wettbewerben STM einen ausländischen Ausflug nach Bulgarien. In den Jahren 1949-1950 registrierte der Verein mehr als 30 Vorstellungen, im Jahre 1950 wurde er ein absoluter Sieger des Kreiswettbewerbs STM. Im Verein wirkte schon als die Schülerin Anna Hulejová, geborene Littvová mit, später sehr populäre Volksliedsängerin.

Im Jahre 1958 gelangte im Verein zur Apathie, die Vorstellungen waren nur selten. Die Arbeiter des Betriebsklubs von Supra begannen die Belebungsmöglichkeiten des Vereins zu suchen. Es gelang am Anfang des Jahres 1962. Damals begann hier eine bekannte und beliebte Tanz- und Sängergruppe von Vojto Littva zu wirken. Er war eben die Person, die in Folklore etwas Neues hineintrug. Die Tanzgruppe war anfangs namenlos oder sie benutzte manchmal die freie Benennung „Gruppe Supra“. Allmählich gewann die Benennung LIPTOV, die die Lust vor allem den Traditionen des Obersquellgebiets vom Fluss Váh zu widmen manifestierte. Das Ensemble Liptov konstituierte sich in fester Zusammensetzung 2. 2. 1962.

Die Tänzer, meistens aus der Ostslowakei, begannen mit der Lust einen Tanz „Zemplínska veselica“ (Belustigung aus Zemplín) einzuüben, mit dem sie im gesamtslowakischen Wettbewerb gleich im Jahre 1962 den ersten Platz belegten. In schneller Folge folgten weitere Choreographien und bedeutende Auszeichnungen für Solotänze und Choreographien. Im Jahre 1967 bot sich dem Ensemble die erste Gelegenheit in französischer Stadt Lons le Saunier zu repräsentieren. Chef der Musikkapelle und manchmal auch Primas war damals Dr. Alexander Móži. Nach dem Erfolg folgten auch weitere ausländische Ausflüge in die DDR, nach Ungarn (1969). Dieses Jahr wurde, auch durch den Einfluss der politischen Ereignisse, von dem Übergang von dem Papier verarbeitenden Betrieb zur Textilfabrik und gleich zum Stadtkulturzentrum in Ružomberok gezeichnet.

Das Ensemble, mit dem bis dem Jahre 1977 ein Ehepaar Anna und MUDr. Miloslav Hulej zusammenarbeitete, verzeichnete sehr ein erfolgreiches Jahrzehnt. Schon im Jahre 1971 wurden die Tänzer Vojtech Littva und Dušan Domiter im gesamtslowakischen Wettbewerb in Poprad im Tanz „Liptovský čardáš“ (Liptauer Tschardasch) für die besten amateurhaften Tänzer ausgerufen. Das Jahr 1973 kann man im Schaffen des Choreographen Vojtech Littva als bestimmter Einschnitt bezeichnen, weil in Darbietung dieses Ensembles das erste Mal auf die Szene die Choreographie mit Handwerksthematik „Murársky z Bobrovca“ (Maurertanz aus Bobrovec) kam. Der Erfolg dieser Choreographie (der erste Platz im Choreographiewettbewerb in Stupava) wurde eine Motivation für die Nächste (1978) – „Remeselnícky bál“ (Ball der Handwerker) – wieder eine siegreiche Choreographie im gesamtslowakischen Wettbewerb schöpferischer Choreographien in Bratislava. Das Ensemble Liptov brachte in Bewusstsein der Öffentlichkeit nicht nur mit der hochwertigen Interpretation der traditionellen dörflichen Folklore, sondern auch als der Interpret der Handwerksbräuche.

Die nächste Anregung für Schaffen kam im Jahre 1979. Der neue Sponsor des Ensembles wurde die Textilfabrik in Ružomberok. Hervorragende Bedingungen in einem neuen für das Ensemble umgebauten Sitz wurden Motivation, die zum weiteren bisher noch nicht verarbeitenden Schaffen fuhr. Nach den Handwerkstraditionen begann der Choreograph Vojtech Littva mit der intensiven Forschung im Bereich der Arbeiter- und Stadtfolklore. Das Ergebnis war ein Tanzblock (1983) „Textilácky majáles“ (Das Maifest der Textilarbeiter). Von der Qualität des Ensembles in dieser Zeit zeugt auch die Beauftragung die Republik auf den internationalen Festivals in Frankreich (1983), Syrien (1984), Marokko (1985) und auf den anderen Festivals zu repräsentieren. Im Jahre 1986 entstand wieder ein erfolgreicher Tanzblock „V májovníckej komore“, der auch mit den anderen erfolgreichen Choreographien vom slowakischen Fernsehen verfilmt wurden.

Nach dem mit den politischen Veränderungen betroffenen Jahr 1989 sank Textilherstellung und infolgedessen konnte die Textilfabrik das Ensemble nicht mehr unterstützen. In 1992 wirkte das Ensemble unter der Kulturabteilung des Stadtamtes in Ružomberok, in 1995 unter dem Kulturellen und Informationszentrum in Ružomberok. Fast nach dem Jahrzehnt - 1. 1. 2001 wurde ein selbständiges Rechtssubjekt – Bürgergemeinschaft Folkórny súbor Liptov gegründet.

Während der langjährigen Ensemblegeschichte arbeitete mit ihm die Gruppe von vielen Fachleuten zusammen, vor allem einer der ersten Mitglieder des Ensembles PhDr. Kliment Ondrejka, CSc, Musiker: Alexander Móži, Svetozár Stračina, Juraj Dubovec, Choreographen: Juraj Kubánka, Štefan Nosáľ, Štefan Uderman, Zdena Kyselá, Oleg Ivančenko, Leopold Kulich, Jozef Pálka, Ján Novenko, Pavol Gábor, Kostümspezialistin Viera Nosáľová.

Heutzutage arbeitet das Ensemble in neuem Sitz mit der Hilfe von Stadtamt in Ružomberok selbständig und es bemüht sich weiterhin die reiche Schatzkammer der traditionellen Volkskultur zu schöpfen, um sie allen Leuten für geistliche und körperliche Bereicherung anzubieten.